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Techn. Assistent/in für nachwachsende Rohstoffe

Die Anforderungen an Technische Assistenten für nachwachsende Rohstoffe sind ausgesprochen vielfältig. Darunter fallen beispielsweise das Betreiben (Überwachen, Steuern, Pflegen und Warten) von Anlagen zur Erzeugung und Bereitstellung von Energien aus Biogas oder Biokraftstoff. Aber auch die Fertigung von Produkten oder Materialien, die ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, fällt in den Aufgabenbereich eines Technischen Assistenten.
Ob sie dabei für einzelne Maschinen oder komplexe Fertigungsanlagen zuständig sind, hängt vom jeweiligen Produktionszweig ab. Die Vorbereitung von Arbeitsabläufen und das Überwachen von Maschinenfunktionen an Prüfständen gehören auch hier zum Arbeitsalltag.
Was wird verarbeitet?
Verarbeitet werden können Pflanzen oder biogene Abfallprodukte wie sie etwa in Biogas- und Biokraftstoffanlagen sowie Biomasseheizwerken zum Einsatz kommen. Dabei fasst man unter dem Begriff Biomasse nachwachsende Rohstoffe und organische Reststoffe zusammen. Sie eignen sich als Energieträger zur Erzeugung von Wärme, Strom und Treibstoffen. Zur Biomasse zählt man unter anderem Durchforstungsholz, schnell wachsende Baumarten, Sägeabfälle oder Restholz aus der Industrie. Aber auch aus Ölsaaten, Grasschnitt, Stroh, Knickholz oder Gülle können Biogas oder Biokraftstoffe wie naturbelassene Pflanzenöle, Pflanzenmethylester oder Alkoholkraftstoffe erzeugt werden.
Selbst Textilien, Baustoffe, Verpackungsmittel, Schmierstoffe, Verbundmaterialien oder Kosmetika können heute aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Viele Produkte werden dabei aus einer Mischung von Natur- und Kunststoffen gefertigt.
Schwerpunkte und spannende Arbeitsfelder
Technische Assistenten können ihren beruflichen Schwerpunkt also je nach Betrieb auf die Verarbeitung verschiedener nachwachsender Rohstoffe legen: Von Mais bis Industriehanf, von der Herstellung von Naturtextilien bis hin zu Verbundwerkstoffen.
Interessante Aufgabengebiete finden sich übrigens auch in Unternehmen zur Herstellung von Wasserfiltern oder in Wasserwerken, wo Technische Assistenten in der technischen Wartung oder im Labor tätig werden.
Dauer und Voraussetzungen der Ausbildung
Voraussetzung für den Abschluß als Technische(r) Assistent(in) für nachwachsende Rohstoffe ist eine zweijährige schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule in Niedersachsen. Hierfür wird der Mittlere Bildungsabschluss (Fachoberschulreife, „Realschulabschluss“) benötigt.
Technischer Assistent regenerative Energietechnik

Technische Assistenten für regenerative Energietechnik und Energiemanagement entwickeln Lösungen für den Ge- und Verbrauch so genannter erneuerbarer Energiequellen wie Wind, Sonnenlicht und Erdwärme. Hierbei wird moderne Technik als Grundlage für die Gewinnung von elektrischem Strom oder Wärmeenergie genutzt.
Ihr Aufgabengebiet umfasst neben dem Entwurf, Bau und der Erprobung von Versuchs- und Musterschaltungen vor allem Messungen unterschiedlichster elektrischer und nichtelektrischer Größen, sowie die dazugehörige Datenauswertung und abschließende Dokumentation der ermittelten Ergebnisse. Daneben kommen sie in der Wartung oder im Vertrieb von Anlagen und Maschinen der Wind-, Solar- und Wasserstofftechnologie zum Einsatz.
Aufgaben, Schwerpunkte und Arbeitsfelder
Staatlich geprüfte Techniker und Technikerinnen der Fachrichtung Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien, Energieberatung und ökologische Energieverwendung übernehmen Führungsaufgaben und Beratungstätigkeiten in der Entwicklung, Erprobung und Anwendung von Techniken zur Nutzung regenerativer Energieträger.
Ebenso sind sie in Unternehmen tätig, die Maschinen und Anlagen für den Bereich erneuerbare Energien (Umweltschutztechnik) herstellen. Weitere Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich bei Energieversorgern oder in öffentlichen Verwaltungen wie Umweltschutzbehörden und ähnlichem. Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bieten weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Technische Assistenten.
Dauer und Voraussetzungen der Ausbildung
Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien, Energieberatung und ökologische Energieverwendung ist eine landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen und dauert im Vollzeitunterricht 2 Jahre.
Solartechniker/in
Die Aufgaben im Überblick
Solartechniker und Solartechnikerinnen berechnen, planen und bauen Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Elektrizitätsgewinnung.
Neben der Dimensionierung, Installation und Instandsetzung von Photovoltaikanlagen sind Solartechniker verantwortlich für deren Bedienung, Instandhaltung, Wartung und Funktionsüberprüfung sowie anfallende Störungsbeseitigung.
Schwerpunkte und Arbeitsfelder
Solartechniker finden in größeren sanitär- und elektrotechnischen Installationsbetrieben ihren Haupttätigkeitsbereich. Auch im Dachdecker-Handwerk und bei Planungsbüros und Versorgungsunternehmen kommen sie zum Einsatz. Die Montage und Wartung von Photovoltaikanlagen und solarthermischen Anlagen sind weitere Tätigkeitsfelder.
Dauer und Voraussetzungen der Aus- / Weiterbildung
Die Ausbildung zum Solartechniker/ zur Solartechnikerin ist eine berufliche Weiterbildung, die durch Rechtsvorschriften der jeweiligen Handwerkskammern, Wirtschafts- und Fachverbände oder privaten Bildungsträger geregelt ist. Private Bildungsträger und Bildungseinrichtungen der Handwerkskammern bieten Vorbereitungskurse auf die Weiterbildungsprüfung an, die in Vollzeit ca. 4 Monate, in Teilzeit ungefähr 08-12 Monate in Anspruch nimmt.
Servicetechniker - Windkraftanlagen

Der Servicetechniker und die Servicetechnikerin für Windkraftanlagen finden ihre Hauptaufgaben in der Montage, Demontage sowie der Wartung und Reparatur von Windkraftanlagen oder deren Anlageteilen. Da ihr Einsatzgebiet sich in enormen Höhen befindet, müssen sie in jedem Fall schwindelfrei sein. Die Montage und Demontage von Windkraftanlagen wird teilweise per Hand, teilweise aber auch maschinell durchgeführt. Bei der Arbeit sind Schutzkleidung und die Sicherung mit einem Haken Vorschrift. Bei der Erneuerung schwerer Komponenten wird meist im Team gearbeitet, wohingegen Inspektionen und Wartungen in aller Regel alleine vorgenommen werden. Die Aufgabenverteilungen erfolgt allerdings immer in Absprache mit den jeweiligen Betreibern.
Aufgaben, Schwerpunkte und Arbeitsfelder
Die Servicetechnikerin / der Servicetechniker arbeiten im Windkraftanlagenbau und in Ingenieurbüros für technische Fachplanung. Aber auch als Servicekräfte in Windparks oder als Servicetechniker/innen für Windkraftanlagen kommen sie zum Einsatz. Dies geschieht meist bei Herstellern von Windkraftgeneratoren, die auch Windkraftanlagen montieren.
Voraussetzungen
Um als Servicetechniker/in für Windkraftanlagen tätig zu sein, ist üblicherweise eine Ausbildung in der Elektrotechnik oder im Maschinenbau Grundvoraussetzung.
Darüber hinaus wird ein Führerschein der Klasse B (früher Klasse 3) benötigt.


